Ein Gartenhaus aus WPC als Fahrradgarage: Was spricht dafür?

WPC Gartenhäuser als Fahrradgarage

Sie suchen einen sicheren, wettergeschützten Stellplatz für Ihr Fahrrad oder E-Bike? Ein Gartenhaus kommt dafür grundsätzlich in Frage, bietet mehr Schutz als ein einfacher Fahrradständer und lässt sich abschließen. In diesem Ratgeber geht es um Gartenhäuser aus WPC, die sich als Fahrradgarage besonders gut eignen. WPC ist ein Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff und braucht deutlich weniger Pflege als Holz. Streichen, Lasieren oder Ölen entfallen komplett, denn das Material ist formstabil und witterungsresistent. Lesen Sie, welche weiteren Vorteile für WPC als Material für die Fahrradgarage sprechen, welche Modelle sich eignen und worauf Sie bei Größe und Aufbau achten sollten.

Inhalt:

Wer braucht eine Fahrradgarage?

Früher war es vielfach üblich, Fahrräder – natürlich abgeschlossen – im Hof abzustellen. Im Garten oder auf dem Wochenendgrundstück standen sie oft sogar im Freien, auch für längere Zeit. Das passt allerdings heute nicht mehr: Fahrräder sind richtig teuer geworden und die beliebten E-Bikes kosten oft ein Vielfaches eines klassischen Fahrrads. Mit steigendem Wert wächst aber leider auch das Interesse von Dieben!

Wer sein Rad ungeschützt abstellt, riskiert neben Diebstahl auch Vandalismus oder absichtslose Beschädigungen durch andere Fahrzeuge. Ein weiteres Problem ist die Witterung, denn Regen, Frost und UV-Strahlung setzen einem Fahrrad im Freien deutlich zu:

  • Rahmen und Lack verwittern.
  • Ketten und bewegliche Teile rosten.
  • Sättel und Griffe werden porös.

Bei E-Bikes kommt eine weitere Schwachstelle hinzu: die Elektronik. Akku, Motor und Display vertragen keine dauerhafte Feuchtigkeit. Wer also sein E-Bike lange im Freien stehen lässt, verkürzt damit dessen Lebensdauer. Ein geschlossener, abschließbarer Stellplatz fürs Fahrrad ist also keine Spielerei, sondern eine sinnvolle Investition, die den Wert des Fahrrads über Jahre erhält.

Ein Gartenhaus als Fahrradgarage?

Dass sich ein Gartenhaus gut als Fahrradgarage eignet, ist keine neue Erkenntnis: Fahrradboxen, kleine Gerätehäuser und größere Modelle mit Nebenraum bieten allesamt einen sicheren, abschließbaren Stellplatz für ein oder mehrere Räder. Welche Bauformen und Größen dabei zur Wahl stehen, lesen Sie im Artikel Ein Gartenhaus fürs Fahrrad in diesem Magazin. Allerdings geht es dabei ausschließlich um Gartenhäuser aus Holz, während dieser Ratgeber von Gartenhäusern aus dem modernen Material WPC („Wood-Plastic-Composite“, auf Deutsch: Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff) handelt, das mit einigen Vorteilen im Vergleich mit Holz punkten kann.

Wo passt ein Gartenhaus als Fahrradgarage? Natürlich nicht überall! Im engen Hinterhof eines Mietshauses fehlt meist der Platz (oder die Erlaubnis des Vermieters), jedoch bieten manche Ein- oder Zweifamilienhäuser hinter oder neben dem Gebäude durchaus genügend Stellfläche. Auch am Wochenendhaus oder im Garten macht ein Gartenhaus als Fahrradgarage Sinn, vor allem dann, wenn Sie sich dort öfter mal länger als einen Tag aufhalten.

Wenn das für Sie zutrifft: Zwar ist Holz das klassische Gartenhausmaterial, allerdings muss es regelmäßig gestrichen werden, um lange zu halten. Wer möglichst wenig Pflegeaufwand mit seiner Fahrradgarage haben möchte, findet in WPC eine wartungsarme Alternative.

Was spricht für WPC als Material einer Fahrradgarage?

Das Kürzel “WPC” steht für Wood Plastic Composite, ein Verbundwerkstoff aus Holzfasern und Kunststoff. Diese Kombination sorgt für hohe Formstabilität und macht das Material widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit, UV-Strahlung und mechanische Belastungen. Für eine Fahrradgarage ist das ein handfester Vorteil, denn sie steht Jahr für Jahr im Freien und ist den Unbilden der Witterung ausgesetzt.

Der größte Vorteil: WPC muss nicht gestrichen, lasiert oder geölt werden. Bei einem Gartenhaus aus Holz gehört der regelmäßige Schutzanstrich zur Grundpflege, weil das Naturmaterial sonst Feuchtigkeit aufnimmt und “arbeitet”. WPC braucht diesen Schutz nicht, denn der Kunststoffanteil verhindert, dass Wasser tief in die Oberfläche eindringt. Das Material quillt nicht, reißt nicht und verzieht sich auch nicht.

Bei Stößen zeigt sich WPC robust: Beim Einstellen von schweren Rädern oder E-Bikes kommt es schnell zu Kontakten der Wände mit Lenkern, Pedalen oder Gepäckträgern. WPC ist splitterfrei und formstabil und verkratzt deutlich schwerer als unbehandeltes Holz oder dünnes Blech. Auch die UV-Beständigkeit ist ein Vorteil, denn hochwertiges WPC bleicht deutlich langsamer aus als Holz.

Selbst die Reinigung eines Gartenhauses aus WPC bleibt überaus einfach: Es reichen lauwarmes Wasser und ein mildes Reinigungsmittel, um Staub, Pollen oder Algenbelag (auf der schattigen Nordseite) zu entfernen. Zwei gründliche Reinigungen im Jahr genügen in der Regel, um die Optik der WPC-Fahrradgarage über Jahre zu erhalten. Lesen Sie dazu unseren ausführlichen Ratgeber: WPC-Gartenhaus pflegen: Was wirklich nötig ist und was Sie sich sparen können

Ein weiterer Pluspunkt ist die Optik. WPC-Gartenhäuser wirken klar und modern und passen somit auch gut zu zeitgenössischen Gärten mit reduzierter Gestaltung und zu Gebäuden, die sich architektonisch am Bauhaus orientieren. Wer sein Fahrrad oder E-Bike also nicht nur schützen, sondern auch optisch hochwertig unterbringen möchte, findet mit WPC eine Lösung, die wenig Pflege verlangt und dennoch richtig gut aussieht.

WPC Gartenhaus Modell Style DeLuxe 5,8 m²
WPC Gartenhaus Modell Style DeLuxe 5,8 m²

Gibt es auch Nachteile? Nicht wirklich! WPC-Elemente sind lediglich etwas schwerer als vergleichbare Holz- oder Metallbauteile, was allerdings nur beim Aufbau eine Rolle spielt. Die Gartenhausfabrik bietet einen Aufbauservice an für den Fall, dass Sie sich das DIY nicht zutrauen oder keine Zeit und Lust zum Aufbau haen. (Das Gewicht war allerdings noch nie ein Grund für unsere Kunden, den Profi-Service zu buchen).

Was noch zu beachten ist: Dunkle WPC-Flächen können sich bei direkter Sonne stärker erwärmen als Holz. Eine gute Belüftung im Innenraum ist deshalb wichtig, damit sich keine Stauwärme bildet, was besonders für E-Bike-Akkus relevant ist. Alle WPC-Gartenhäuser im Sortiment der Gartenhausfabrik werden selbstverständlich mit Lüftungsgittern geliefert, die im Lieferumfang enthalten sind.

Diebstahlschutz in der Fahrradgarage: Schloss, Sichtschutz, Bodenanker

Ein geschlossenes, abschließbares Häuschen bietet natürlich mehr Schutz vor Diebstahl als ein offener Fahrradunterstand. Wichtig ist dabei vor allem eine abschließbare Tür mit stabilem Schloss. (Alle WPC-Gartenhäuser verfügen über ein Zylinderschloss!) Das allein reicht aber nicht aus, denn sichtbare Fahrräder oder E-Bikes im Inneren wecken erst das Interesse potenzieller Diebe. Nicht alle lassen sich von einer verschlossenen Tür abschrecken, sondern greifen womöglich zu brachialen Methoden.

Für die Fahrradgarage kommt es deshalb darauf an, Einblicke ins Innere möglichst zu verhindern. Mehrere Lösungen bieten sich an:

  • kleine Fenster wie etwa Oberlichter, die weit über der Blickhöhe liegen,
  • Strukturglas, das zwar Licht herein lässt, aber nur schemenhaft den Inhalt ahnen lässt.
  • Vorhänge innen, die den Einblick verhindern.
WPC-Gartenhäuser: mit Oberlicht, mit Strukturgla
links: WPC Gartenhaus Skylight Pent (Oberlichter), rechts: WPC Gartenhaus FineLine Teak (Strukturglas)

Was ist “Strukturglas”? Anstatt des früher üblichen Milchglases hat sich bei Gartenhäusern heute Strukturglas durchgesetzt, denn es lässt sich besser mit gleichzeitigem Lichteinfall und einem modernen Look vereinbaren. Der Begriff ist zwar weniger bekannt als “Milchglas”, bezeichnet aber ebenfalls eine blickdichte Verglasung, nur mit einer geriffelten statt gleichmäßig trüben Oberfläche.

Strukturglas ist für eine WPC-Fahrradgarage eine gute Wahl, denn es bietet genau die richtige Balance aus Lichtdurchlässigkeit und Sicherheit. Die geriffelte Oberfläche bricht das Licht so, dass von außen nur schemenhafte Umrisse erkennbar sind. Welche Fahrräder oder E-Bikes tatsächlich drinstehen, bleibt für potenzielle Diebe verborgen.

Gleichzeitig lässt Strukturglas viel Tageslicht in den Innenraum. Das erleichtert das Anschließen der Räder oder kleine Reparaturen bei Tageslicht, ohne dass sofort elektrisches Licht nötig wird. Für eine WPC-Fahrradgarage ist das ein praktischer Vorteil: Sie bleibt hell im Inneren und trotzdem blickdicht nach außen.

Wer sein Rad zusätzlich sichern möchte, verankert es im Inneren der Fahrradgarage mit einem Bodenanker oder einer Wandhalterung und einem stabilen Schloss. So ist das Rad selbst bei aufgebrochener Tür nicht sofort entwendbar.

Tipp: Zum Schutz von Gartenhäusern lesen Sie auch unseren ausführlichen Ratgeber Das Gartenhaus vor Einbruch / Diebstahl schützen.

Wie groß sollte die WPC-Fahrradgarage sein?

Welche Gartenhausgröße Sie für Ihre künftige Fahrradgarage benötigen, hängt vor allem von der Anzahl der Räder ab, aber auch von deren Art. Ein normales Fahrrad ist etwa 65 bis 70 cm breit und 190 bis 200 cm lang. Für Lastenräder braucht es deutlich mehr Platz, denn sie messen bis zu 2,70 m in der Länge und bis zu 1,10 m in der Breite.

Für die reale Nutzung zählt nicht nur die Stellfläche der Räder selbst, sondern auch Platz zum Rangieren und für den Zugang. Als Richtwert gilt: Pro Fahrrad sollten Sie mit 2 bis 3 Quadratmetern Grundfläche rechnen, wenn Bewegungsraum zum Ein- und Ausparken eingerechnet wird. Bei zwei Fahrrädern braucht die WPC-Fahrradgarage also grob 4 bis 6 Quadratmeter, bei vier Rädern entsprechend 8 bis 12 Quadratmeter. Es kommt natürlich auch darauf an, wie eng die Fahrräder nebeinander geparkt werden sollen. Bei einer Reihenaufstellung rechnet man mit mindestens 80 cm Breite pro Rad, damit sich die Lenker nicht gegenseitig verhaken.

Für Lastenräder benötigen Sie entsprechend mehr Platz, denn allein schon die Stellfläche eines einzelnen Lastenrads beansprucht ca. drei Quadratmeter, je nach Modell. Wenn Sie also ein Lastenrad zusammen mit einem klassischen Fahrrad unterbringen wollen, müssen Sie entsprechend mehr Grundfläche einplanen. (Auf den Angebotsseiten für WPC-Gartenhäuser der Gartenhausfabrik finden Sie unter dem Bild immer auch eine Grundrisszeichnung mit den jeweiligen Maßen!)

Wer sich für ein größeres WPC-Gartenhaus als Fahrradgarage entscheidet, gewinnt zusätzlich Raum für Zubehör wie Schlösser, Helme oder Werkzeug, ohne dass die Stellfläche für die Räder selbst knapp wird.

WPC Gartenhaus Modell Style DeLuxe 13,70 m²
WPC Gartenhaus Modell Style DeLuxe 13,70 m²

Mehr als Fahrradgarage: WPC-Gartenhaus mit seitlichem Anbau (Terrasse)

Wer im Garten genügend Platz hat, muss sich nicht auf die reine Fahrradgarage beschränken. Eine gute Lösung dafür ist ein WPC-Gartenhaus mit Anbau. Dabei entsteht seitlich am Haus eine überdachte Terrasse, die sich unabhängig vom Innenraum nutzen lässt. Die Fahrräder steht geschützt im geschlossenen Teil, während die überdachte Fläche daneben Platz für Sitzgruppe oder Loungemöbel bietet.

Zwei Beispiele zeigen, wie das aussehen kann: Die WPC-Gartenhaus Modelle Cubus Lounge (16,25 m²) und FineLine (16,9 m²) kombinieren jeweils einen geschlossenen Geräteraum mit einer offenen, seitlichen Terrasse (Anbau) in reduziertem, modernem Louge-Design unter einem gemeinsamen Dach.

WPC-Gartenhäuser mit Anbau (Lounge)
WPC Gartenhaus Modell Cubus Lounge 16,25 m² und WPC Gartenhaus mit Lounge Modell FineLine 16,90 m² Grau

Tipp: Das Cubus-Modell hat zwar nur zwei kleine, sehr weit oben liegende Fenster, zur Sicherheit empfehlen wir dennoch, diese von innen mit Vorhängen oder einer undurchsichtigen Folie gegen neugierige Blicke zu sichern. Das Modell Finde Line kommt mit Fenstern aus Strukturglas, die den Inhalt des Raums nur schemenhaft erahnen lassen.

Wenn ein Unterstand reicht: Offene Lounge für mehrere Fahrräder

Nicht immer ist ein vollständig geschlossenes Gartenhaus nötig. Wer vor allem Schutz vor Regen und den UV-Strahlen der Sonne sucht, kommt auch mit einem offenen Unterstand aus. Ein Beispiel dafür ist die WPC Gartenlaube Modell Lounge mit 12,00 m², die nach vorne und zu einer Seite offen ist. Hier finden locker drei bis vier Fahrräder nebeneinander Platz, enger gestellt auch mal fünf.

offener Fahrradunterstand WPC
WPC Gartenlaube Modell Lounge 12,0 m²

Für die Nutzung als Fahrradunterstand bedeutet die offene Bauweise einen Kompromiss: Wind und ein Teil der Feuchtigkeit gelangen leichter ins Innere als bei einem geschlossenen WPC-Gartenhaus. Dafür ist der Zugang deutlich einfacher, denn ohne Tür lassen sich mehrere Räder schnell ein- und ausstellen, ohne dass man erst aufschließen muss. Diebstahlschutz bietet ein solcher Unterstand allerdings nicht. Wir empfehlen ihn daher nur für Bereiche, die anderweitig vor dem Zugang Unbefugter geschützt sind, z.B. auf einem gut einsehbaren, umzäunten Grundstück. Dennoch sollten dir einzelnen Räder noch je einzeln mit einer Schlosskette gesichert werden.

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